Ausbildung
Die Ausbildung im QI XING TANG LANG umfasst ein weites Spektrum an traditionellen überlieferten Methoden, die im Unterricht an die Schüler weitergegeben werden. Das Training ist anstrengend und fordernd – Kung-Fu (gongfu) heißt hart, mit Fleiß und Ausdauer an etwas arbeiten.
Einige Inhalte des Unterrichts und Trainings sind:
• Die Kampfprinzipien, Strategien und Taktiken des Gottesanbeterin-Stils
• traditionelle Handformen
• Waffenkunde und traditionelle Waffenformen (Stock, Säbel, Speer, Schwert, Hellebarde,…)
• Selbstverteidigung (Qinna, Yong Fa, Kampfpsychologie,…)
• freier Kampf (Sanda)
• Qigong und Gesundheitsübungen
• allgemeine und spezielle Fitnessübungen
Für die Ausbildung in den ersten Jahre kann man folgende große Inhaltsblöcke zusammenfassen:
Ji Ben Gong – Grundschule
Die allgemeine Grundschule bildet das Fundament des Kung-Fu-Schülers. Dieses Fundament zu erhalten und auszubauen ist ein gropßer Teil unseres Trainings. Ohne starke Wurzeln wachsen keine starken Bäume. Unsere Grundschule teilt sich in allgemeine Übungen und spezielle Basistechniken des Gottesanbeterin-Systems: Stände, Schläge, Tritte, Patnerdrills, Konditionierung, Qigong, und, und, und,…
Tao Lu – Formentraining
Das Formentraining ist essenzieller Baustein in der Ausbildung- aber nicht einziger! Mit den Formen lernt der Schüler stileigene Bewegungsmuster und Kampfprinzipien mit korrekter Körpermechanik richtig zu trainieren und einzusetzen. Die Schulung von Intention und die Steigerung der allgemeinen Fitness sind weitere Vorteile. Wir trainieren Formen nicht aus Vorführ oder Wettkampfzwecken.
Bing Qi Shu – Waffentraining
Ein Teil der Ausbildung im traditionellen Kung-Fu ist das Training mit Waffen und das Wissen um die Vorzüge jeder einzelnen Waffe. Sobald der Schüler nach der Grundschule bereit dazu ist, übt er den Umgang mit dem Langstock. Es folgen Säbel, Speer, Schwert und große Hellebarde. Nach diesen fünf klassischen Waffen lernt der Schüler, je nach Bedarf und persönlicher Neigung, weitere Waffen kennen.
Qinna – Selbstverteidigung
Das Wissen um die Kunst des Qinna ist in vielen Kung-Fu-Systemen vorhanden und wird je nach Herkunft des Systems anders unterrichtet. Die fünf Bereiche des Qinna sind aber überall gleich: Muskeln und Sehnen trennen, Knochen verstellen, Atmung verriegeln, Adern blockieren, Qi-Fluß stören. Qinna ist die hohe Kunst der Selbstverteidigung und eine große Herausforderung an den Schüler.
Sanda – Freikampftraining
Die Schüler in Herne erlangen nötige Erfahrungen im freien Kampf über den Einstieg in das Sanda (nach WSO). Unter kontrollierten Bedingungen werden klassische Stanp-Up-Fighting Grundlagen als Handwerkszeug ausgebildet, bevor wir mit der Individualisierung und dem Einbringen von Stilspezifika beginnen. Das Sanda ist nur Mittel im Unterricht, wir sind keine Anlaufstelle für “nur Wettkämpfer”.
…es gibt noch weitere Inhaltsblöcke, die während der Ausbildung unterrichtet werden. Oben genannte Inhalte bilden den Einstieg in eine feinere Aufgliederung und tieferes Wissen und Verständnis.
Im späteren Verlauf der Ausbildung werden außerdem die Schnittmengen größer und eine klare Abgrenzung wird, wie oben, schwieriger. Die obere Auflistung soll nur anfänglich nur ein kleiner Anhaltspunkt für die Vielfalt und Tiefe einer Kung-Fu-Ausbildung sein. Ein großer Teil der Ausbildung beschäftigt sich auch mit theoretischem Wissen, welches die Praxis untermauert.